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Die Geschichte der Müritz-Nationalparkregion

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Die Geschichte der Müritz-Nationalparkregion

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Bestell-Nr.: 9783000305924
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·        Taschenbuch: 208 Seiten

·        Autor: Gerhild Meßner

·        Verlag: Selbstverlag, Wegwarte - Foto & Gestaltung; Auflage: 1.,verb. Aufl. (29. September 2009)

·        Sprache: Deutsch

·        ISBN-10: 3000305920

·        ISBN-13: 978-3000305924

·        Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 15,4 x 1,6 cm

·        Preis: 15,00€

 

Kurzbeschreibung

Gekürztes Vorwort Das Buch erzählt die Geschichte der Landschaft des Müritz- Nationalparks von der Eiszeit bis zur Gegenwart. Zerstreute Literatur und Archivmaterial wurde gesichtet, Zeitzeugen interviewt, umfangreiches neues Material über das Werden und den Wandel dieser Landschaft zusammengetragen. In sieben, jeweils untergliederten Kapiteln wird ein facettenreiches und ausdruckstarkess Bild über fünfzehn Jahrtausende. gezeichnet. In chronologischer Übersicht wird zunächst der zeitliche Rahmen mit den wichtigsten Phasen der Landschaftsgeschichte gespannt. Sodann werden die landschaftsprägenden Elemente und Einflussfaktoren näher beleuchtet. Wasser prägt diese Landschaft seit ihrer Formung durch Schmelzwässer der jüngsten Kaltzeit. Jahrtausende hindurch unterlag der Wasserhaushalt allein den Gesetzen der Natur. Viele Generationen hindurch lebten frühgeschichtliche Fischer seit der Mittleren Steinzeit vom Fischreichtum der Seen. Seit dem Mittelalter greift der Mensch zunehmend stark in den Wasserhaushalt ein, staute und senkte den Wasserspiegel der Müritz und der mit ihr verbundenen Seen. Dies hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die gesamte Landschaft. Wälder sind seit der frühen Nacheiszeit das prägende natürliche Ökosystem dieser Landschaft, neben Seen und Mooren. Doch Urwälder gibt es selbst hier im schwer zugänglichen Grenzland seit langem nicht mehr. Weidetiere und Ackerpflüge frühgeschichtlicher und mittelalterlicher Siedler drängten den Wald zurück. Seit dem Mittelalter veränderten und zerstörten zunehmender Bedarf an Bau- und Brennholz, Holzkohle und Teer den Wald. Mit der Einführung geregelter Forstwirtschaft wurden seit dem 18. Jahrhundert mit großflächigen Kiefernpflanzungen Wälder neu begründet und mehrere Waldgenerationen als Monokultur genutzt. Im Nationalpark ist nun der Wandel von Kiefernforsten zu Laubmischwäldern im Verlauf natürlicher Walddynamik zu beobachten. Aufgrund der dünnen Besiedlung war die schwer zugängliche Landschaft für diverse militärische Übungszwecke von der kaiserlichen Reichswehr über Naziwehrmacht bis zur Sowjetarmee von Interesse, die tiefe Wunden in der Landschaft hinterlassen haben. Mit dem Abzug der Roten Armee und dem jüngst erfolgten, von Bürgerinitiativen über 17 Jahre lang erkämpften Verzicht der Bundeswehr auf die nahe gelegene Wittstocker Heide hat die Region nach einem Jahrhundert militärischer Eingriffe nunmehr die Chance, sich von diesen allmählich zu erholen. Die Jagd ist ein schillerndes Kapitel der jüngeren Geschichte, obwohl sie in der feudalabsolutistischen Jagdleidenschaft der Strelitzer Herzöge eine etwa dreihundertjährige Tradition in der Region hat. Persönliche Jagdinteressen in Verquickung mit Nazimachthabern verhinderten in den dreißiger Jahren die Einrichtung eines großen Naturschutzgebietes am Ostufer der Müritz. Dieses wurde dann in DDR-Zeiten geschaffen, doch wenige Jahre später durch ein ausgedehntes Staatsjagdgebiet konterkariert. Der Geschichte des Naturschutzes und der Geschichte des Nationalparks sind die beiden letzten Kapitel gewidmet. Mit Müritzhof wurde die weltweit erste Lehrstätte für Naturschutz geschaffen, über drei Jahrzehntebevor die Einrichtung von Naturschutzakademien in Mode kam. Und mit der Bürgerinitiative zur Schaffung eines Nationalparks an der Müritz wurde 1989 der entscheidende Anstoß zur Entwicklung des Nationalparkprogramms der DDR gegeben. Mit dem Nationalpark hat diese zwar schwer nutzbare aber dennoch durch diverse historische Nutzungen veränderte, durch militärische Übungen geschundene und von Machtinteressen misshandelte Landschaft eine Bestimmung gefunden. Prof. Dr. Hans D. Knapp

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